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Jungen Menschen helfen zu helfen - Fachtag für Praxisanleitende

Rund 50 Anleitende von jungen Menschen, die ihr Freiwilligen Sozialen Jahres oder einen Bundesfreiwilligendienst leisten, beschäftigten sich am Dienstag den 14.11. in Haus Villigst (Schwerte) mit unterschiedlichen Persönlichkeitstypen. Unter der Überschrift „Typisch – Persönlichkeiten verstehen und damit Anleitung effektiv gestalten“ hatte das Diakonische Jahr, der Freiwilligendienst der westfälischen Landeskirche, Praxisanleitende aus den Einsatzstellen eingeladen.

Daniel Rempe, Referent des Diakonischen Jahres im Amt für Jugendarbeit der EKvW skizzierte in seinem Plenumsvortrag am Vormittag unterschiedliche Persönlichkeitstypen. Dabei betonte er: „Jeder Typ hat seine eigenen Stärken. Diese zu kennen, hilft junge Menschen in ihrem Freiwilligendienst gut zu begleiten.“
Der erste Schritt für Anleitende ist jedoch“, so Rempe weiter, „den eigene Typ zu entdecken und sich der eigenen Persönlichkeitsstärken bewusst zu werden.

Dementsprechend erarbeiteten sich die Anleitenden anhand eines Persönlichkeitsmodells ihren Vehaltenstyp. Auch die Freiwilligen, die die Anleitenden aktuell begleiten, nahmen sie mit Hilfe dieses Modells in den Blick. Sie fragten sich: Wie tickt mein Freiwilliger? Wie passt sein Typ zu seiner Aufgabe? Wo liegen Stärken? Was sind Herausforderungen?

Anleitende sind für die engagierten Freiwilligen vor Ort während ihres Einsatzes immer die ersten Ansprechpartner. Einweisung, Reflektion, Lob, Kritik und damit jungen Menschen helfen anderen zu helfen, das ist die täglichen und wichtige Aufgabe einer Praxisanleitung. Dabei sollen die Anleitungen an den Fachtagen Unterstützung finden.

Ein spannender neuer Einblick

Für mich waren diese Persönlichkeitskategorien ein spannender neuer Einblick. Das werde ich jetzt auch mal mit meinem Team zu Hause machen, da man dadurch besser über Stärken und Schwächen der Einzelnen ins Gespräch kommt“, berichtet eine Teilnehmerin.
Für einige gab es auch überraschende Momente wie eine Anleiterin aus Ost-Westfalen lachend zu berichten hatte: „Ich war etwas erstaunt, was bei mir selbst als Persönlichkeitstyp rausgekommen ist. Da muss ich mich wohl noch mal mit ein paar Anteilen von mir selber neu anfreunden.

Neben den inhaltlichen Impulsen an diesem Fachtag stand vor allem der Austausch von Erfahrungen aus der Praxis im Vordergrund.
So könnten die Anleitenden in Kleingruppen am Nachmittag das Thema des Vormittags mit Fragen wie „Wieweit komme ich bestimmten Persönlichkeitstypen entgegen und halte trotzdem gewisse Grenzen ein?“ weiter vertiefen. Ebenso diskutieren sie über ganz allgemeine Frage rund um die Anleitung im Diakonische Jahr: Was braucht die Anleitung, um die Freiwilligen gut begleiten zu können? Wie gelingt klare Anleitung? Was brauchen Freiwillige, um sich entfalten zu können?

„Ein Erfolg für alle Beteiligten“

Ute Gerdom, Leiterin des Diakonischen Jahres, ist sichtlich zufrieden. „Wir freuen uns, dass der Anleitertag auf so gute Resonanz stößt. Unsere Aufgabe ist es dafür Sorge zu tragen, dass ein Einsatz der Freiwilligen ein Erfolg für alle Beteiligten wird.
Dafür“, so Gerdom weiter „unterstützen wir nur zu gerne jene Menschen, die unseren Freiwilligen helfen zu helfen. Die Rolle einer guten Anleitung für ein gelingendes Freiwilligenjahr ist nicht zu unterschätzen.

Der nächste Fachtag für Anleitende im Diakonischen Jahrs ist bereist geplant. Er wird am 20. November 2018 stattfinden.

Jetzt für ein FSJ & BFD in viefältigen Einsatzfeldern in Westfalen im Jahrgang 2018/19.

Bis 31.10.2018 für Diakonische Jahr International in Argentinen & Italien ab August 2019. 

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