Geschichte

Westfälischer Freiwilligendienst schreibt Geschichte

1962: So sah ein Einsatz 1962 aus. Seit dem hat sich vieles weiterentwickelt - nicht nur die Dienstkleidung. (Quelle: Archiv Amt für Jugendarbeit)
2013: Heute sieht vieles anders aus als damals. Eine Dienstkleidung für Diakonische Helferinnen und Helfer gibt es nicht mehr. Geblieben ist aber der engagierte Einsatz für Andere.

60 Jahre Diakonisches Jahr, 50 Jahre Freiwilliges Soziales Jahr

Vor 60 Jahren hat der damalige Rektor der Diakonie Neuendettelsau erstmals zum Diakonischen Jahr aufgerufen. Bereits 1958 wurde das Diakonische Jahr auch fester Bestandteil der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). 10 Jahren nach dem ersten Aufruf wurden die Eckpunkte des erfolgreichen Dienstes in gesetzliche Rahmenbedingungen überführt: es entstand das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). Schnell entwickelte sich das FSJ zu einem Arbeitsbereich, in dem die evangelische Kinder- und Jugendarbeit verlässlich und kontinuierlich mit der Diakonie kooperiert.

Diakonisches Jahr in Westfalen
Das Freiwillige Soziale Jahr der westfälischen Landeskirche heißt heute immer noch „Diakonisches Jahr“ und ist mittlerweile dem Amt für Jugendarbeit der EKvW zugeordnet. Derzeit werden jährlich etwa 300 junge Menschen in Einrichtungen der Kirche und Diakonie eingesetzt. Wenn auch selbst noch nicht ganz 60, so blickt man in Westfalen dennoch auf eine bewegte und erfolgreiche Zeit zurück. Seit den Anfängen haben insgesamt ca. 10.000 Freiwillige das Diakonische Jahr in Westfalen absolviert.
„Das ist eine großartige Erfolgsgeschichte jugendlichem Engagements und evangelischer Bildungsverantwortung und zeigt Jahr für Jahr, ganz entgegen der gängigen Meinung: Jugendliche wollen sich einbringen und ihren Teil zur menschenfreundlichen Gestaltung unserer Gesellschaft  beitragen“, kommentiert Landesjugendpfarrer Udo Bußmann und Leiter des Amtes für Jugendarbeit den anhaltenden Erfolg des Dienstes.

Die Chancen für junge Menschen / Fast nebenbei: Bildung
In einer Reihe zahlreicher Festakte wurde im April das Doppeljubiläum auch auf Bundesebene gefeiert. In seiner Ansprache beschrieb Mike Corsa, Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik e.V., die Bedeutung der Freiwilligendienste für die Persönlichkeitsentwicklung und Orientierung für Jugendliche: „Freiwilligendienste sind ein immens wichtiges Angebot für junge Menschen, die sich nach einer langen Schulzeit und dem hohen Leistungsdruck der letzten Schuljahre sortieren wollen für ihren weiteren Lebensweg. Sie bieten Lernorte und Experimentierräume, sie ermöglichen die Übernahme von Verantwortung und leisten persönliche und berufsperspektivische Orientierung“. Die Freiwilligendienste seien heute ein etablierter und erfolgreicher Teil des deutschen Bildungswesens.

Heute engagieren sich insgesamt rund 13.000 junge Menschen bundesweit im Rahmen der Evangelischen Freiwilligendienste, dem Zusammenschluss aller evangelischen Träger auf Bundesebene, in unterschiedlichen Handlungsfeldern von evangelischer Kirche und Diakonie. Hinzu kommen 800 Freiwillige im Ausland.

22.08.2014